Hermann zum Lande der Berge

Älteste Freimaurerloge in Wuppertal | Gegründet 1815

Aktuell

Wer sind wir?

  • Die Freimaurerloge „Hermann zum Lande der Berge“ ist die älteste Loge unserer Stadt und wurde 1815 in Elberfeld gegründet. In diesem Jahr feiern wir unser 211-jähriges Bestehen.
  • Wir sind eine Gruppe von Herren aller Altersgruppen, die die „königliche Kunst“ – so wird die Freimaurerei auch genannt – als Teil ihrer Lebensphilosophie ansehen. Die Logenmitglieder gehen verschiedensten Berufen nach, kommen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und sind der festen Überzeugung, dass erfolgreiches Berufsleben und Beachtung ethischer Werte keine Gegensätze sind.
  • Wir gehören verschiedenen Religionen und Konfessionen an und betrachten die gegenseitige Toleranz als Grundlage eines gedeihlichen Miteinanders.
  • Wir nennen uns untereinander „Brüder“ und dokumentieren damit unser Bestreben, brüderlich und achtungsvoll miteinander umzugehen.
  • Wir treffen uns wöchentlich zu Gesprächen, Vorträgen und rituellen Veranstaltungen.

Loge

Die kleinste organisatorische Einheit innerhalb der Freimaurerei ist die Loge. Sie regelt ihre Angelegenheiten selbständig und unabhängig im Rahmen einer übergeordneten freimaurerischen Ordnung.

Die Mitglieder – Brüder genannt – wählen seit alters her ihren Vorstand. Den Vorsitzenden des Vorstandes nennen wir Meister vom Stuhl der Loge.

Die Freimaurerloge „Hermann zum Lande der Berge“ stellt eine Vereinigung im Sinne des deutschen Vereinsrechtes dar und ist in ein Vereinsregister beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf eingetragen.

Die Loge Hermann zum Lande der Berge gehört zur Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (GL A.F.u.A.M. von Deutschland).

Vertreter aller zu einer Großloge gehörenden Logen wählen den Vorsitzenden der Großloge, den Großmeister. Die Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland bildet zusammen mit anderen in Deutschland arbeitenden Großlogen die Vereinigten Großlogen von Deutschland, Bruderschaft der Freimaurer (VGLvD), die von der englischen Großloge United Grand Lodge of England (UGLE) anerkannt wird und damit zum weltweiten Verbund der Freimaurerei gehört.

Geschichte

Im Juni 1717 gründeten 4 Londoner Logen die Großloge von London. Dieses gilt als der Beginn der modernen Freimaurerei. Die eigentlichen Anfänge der Freimaurerei reichen bis ins frühe Mittelalter, in die Zeit der Bauhütten und Steinmetzbruderschaften.

Die Freimaurerei breitete sich sehr schnell von England ausgehend auf dem europäischen Kontinent und in den englischen Kolonien aus. Ihre Ausbreitung war nicht immer frei von Anfeindungen und heftigen Auseinandersetzungen. So war – und ist noch heute – die Freimaurerei in totalitären Staaten unerwünscht bis strikt verboten.

Im Dezember 1737 gründeten Hamburger Freimaurer die erste urkundlich belegte Loge auf deutschem Boden. Brüder dieser Loge machten im August 1738 den damaligen preußischen Kronprinzen und späteren König Friedrich den Großen zum Freimaurer.

Im Tal der Wupper, in den damals noch selbständigen Städten und Gemeinden von Elberfeld, Barmen, Ronsdorf, Beyenburg (damals zu Lüttringhausen gehörend), Vohwinkel und Cronenberg wohnten um 1810 mehrere Freimaurer, die auf Handelsreisen mit der Freimaurerei in Berührung gekommen waren und verschiedenen Logen in Preußen bzw. im Rheinland und in den Niederlanden angehörten.

1812 schlossen sich 23 Freimaurer zu einem öffentlichen Leseverein, dem „Museum“ zusammen und gründeten am 09.04.1815 in Elberfeld die Freimaurerloge Hermann zum Lande der Berge.

Kurz nach der Gründung hatte die Loge bereits 89 Brüder.

Es blieb für viele Jahre bei der engen personellen und wirtschaftlichen Verbindung zwischen „Museum“ und Loge.

1834 entstand aus dem „Museum“ die Gesellschaft „Kasino“, nach der noch heute eine Straße in Wuppertal benannt ist. Zum Jahresbeginn 1858 brannte das Gebäude vollständig aus. Die Loge „Hermann zum Lande der Berge“ errichtete auf dem Gelände ein eigenes Logenhaus und bezog es 1861.

Im April 1866 gründeten 29 Freimaurer die Loge „Lessing“ in Barmen, der Nachbarstadt von Elberfeld. Unter den Gründungsmitgliedern waren viele Brüder der Loge „Hermann zum Lande der Berge“. Beide Logen blieben sich in der Zukunft freundschaftlich verbunden.

1885 wurde das Logenhaus in der Kasinostraße (heute Kolpingstraße) grundlegend renoviert und erhielt 1890 eine gegliederte Fassade. In diesem Haus residierte die Loge bis zu ihrer gewaltsamen Auflösung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1935. Im Luftangriff auf Elberfeld im Juni 1943 ging das Gebäude in Flammen auf.

Während des III. Reiches kam das freimaurerische Leben völlig zum Erliegen. Die Brüder mussten sich auf private Kontakte beschränken.

Nach dem II. Weltkrieg fanden sich 16 Brüder der Logen „Hermann zum Lande der Berge“ und „Lessing“ zusammen und konnten 1947 die Loge „Hermann zum Lande der Berge“ wieder beleben. Die Loge „Lessing“ wurde als Deputationsloge für ruhend erklärt.

1955 gelang es, vorhandene Räume der Barmer Gesellschaft „Union“ in der Friedrich-Engels-Allee für die Bedürfnisse der Loge umzubauen und einen langfristigen Mietvertrag abzuschließen. In diesen Räumen feierte die Loge 1965 das 150. Stiftungsfest.

Nach Auslaufen des Mietvertrages baute die Loge im Haus der Loge „Zur Bruderkette im Wuppertal“ leerstehende Räume nach ihren Vorstellungen um.

Bis zum September 2015 war das „Logenhaus“ in der Friedrich-Engels-Allee 165 das gemeinsame Domizil der vier in Wuppertal bestehenden Logen.

Seit September 2015 sind die Logen „Hermann zum Lande der Berge“ und die Deputationsloge „Lessing“ in den traditionsreichen Räumen der Gesellschaft Concordia ansässig.

Zu unseren Brüdern zählen:

Historische Ansicht des Vereins Museum 1819
Schon 1819 bezog die Loge das erste Elberfelder Logenhaus an der Kasinostraße, das gemeinsam mit dem Verein „Museum“ errichtet worden war.
Logenhaus an der Kasinostraße 1861
Logenhaus 1861
Kasinostraße
Logenhaus Friedrich-Engels-Allee 165
Logenhaus
Friedrich-Engels-Allee 165
Gesellschaft Concordia Werth 48
Logenhaus ab September 2015
Werth 48 (Concordia)
Porträt von Johann Gerhard Siebel
Johann Gerhard Siebel
* 8. Mai 1784 in Elberfeld;
† 8. Oktober 1831 in Baden-Baden

Erster Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Hermann zum Lande der Berge“

Freimaurerei

Es gibt weltweit zirka 6 Millionen Männer und Frauen aus allen Schichten der Gesellschaft, aus allen Berufen, Ethnien und Religionen, die sich in der Loge als Gleiche auf Augenhöhe treffen und zum Bund der Freimaurer gehören. Was sie eint, ist das Streben nach Vervollkommnung ihre humanitären Gesinnung und nach der Entwicklung ihrer inneren Reife. Ihre Unterschiede außerhalb der Loge dienen zum einen als Übung zur Toleranz und sind gleichzeitig Ausdruck ihrer toleranten Haltung in der Welt. Wir haben keine offizielle Doktrin und auch unsere Rituale sind nicht in allen Logen gleich. Verbindend sind unsere Symbole, verbindlich aber die folgenden drei Bedingungen:

  • Der Glaube an ein höheres geistiges Prinzip, das wir den Allmächtigen Baumeister aller Welten nennen und das jedermann nach seinem eigenen Verständnis als Jehova, Gott, Allah, das Dao oder wie auch immer respektieren, verehren und anbeten mag.
  • Der Grundsatz, dass wir nur freie Männer aufnehmen, die weder durch wirtschaftliche noch durch politische oder gesellschaftliche Zwänge in ihrem Urteil, in ihrer Entscheidungs- oder Handlungsfreiheit über Gebühr eingeengt sind.
  • Das Prinzip der Toleranz, das für uns Dogmen jeglicher Art ausschließt. Dieses Prinzip zu akzeptieren ist leicht. Viel schwieriger ist es, zu entscheiden, wie weit die Toleranz gehen darf und soll, denn der Intolerante legitimiert sich nur allzu oft mit höheren Interessen. Wir sind nicht besser als andere, aber wir haben uns verpflichtet, uns mehr als andere anzustrengen, besser zu werden. Das persönliche Streben nach menschlicher Veredlung sehen wir als Voraussetzung und Beitrag zur Gestaltung einer besseren Welt. In der Terminologie der Freimaurer heißt das, dass wir selber brauchbare Bausteine für den Bau des großen Tempels der Humanität werden sollen.

Die Freimaurerei ist eine königliche Lebenskunst, bei der ein Weisheit Suchender in überlieferter Weise das, was er in der Welt in und um sich erlebt, auf eine andere Stufe seines Bewusstseins hebt, um daraus für sich eine individuelle Maxime zu erarbeiten.

Lessing formulierte in seiner Schrift „Ernst und Falk“:

„Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das im Wesen der Menschen und in der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist.“

Es gibt unzählige Definitionen der Freimaurerei, so dass letztendlich keine als die für alle Zeiten gültige Beschreibung gelten mag.

Der rauhe Stein
Der rauhe Stein

Arbeitsplan

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Gäste

Die Brüder der Loge „Hermann zum Lande der Berge“ treffen sich jeweils am Dienstagabend. In den Sommermonaten finden keine Treffen statt.

Es gibt Vorträge und andere Veranstaltungen, zu denen auch Gäste eingeladen werden können. Schicken Sie uns bitte über das Kontaktformular oder mit einer kurzen E-Mail Ihre Kontaktdaten, damit wir Ihnen eine Einladung zum nächsten Gästeabend schicken können.

Eine Übersicht der kommenden Termine entnehmen Sie bitte dem Arbeitsplan.

Wenn Sie Fragen zur Freimaurerei haben, die Sie in einem der von uns genannten Links nicht beantwortet fanden, oder näheren Kontakt zu uns aufnehmen möchten, so nutzen Sie bitte ebenfalls das Kontaktformular oder senden Sie uns eine E-Mail. Wir werden Ihnen kurzfristig antworten.

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